FDP Oer-Erkenschwick

02.02.2012

FDP schätzt höchstmöglichen Gewinn für Stromkonzessionär auf 10 Mio Euro!

Der Rat kann heute in seiner Sitzung nicht mehr zwischen mehreren Angeboten wählen. Es ist nur noch ein Unternehmen im Rennen. Die anderen machten kein Angebot, weil sie die kurze Laufzeitvorgabe des Rates nicht erfüllen konnten. Aber der einzig verbliebende Anbieter hat den gewünschten Ablauf nicht eingehalten. Trotzdem will die Verwaltung den Vertrag im Rat durchsetzen.  

Ein hohes juristisches Risiko, denn damit hat die Stadt die Spielregeln „im Verfahren“ geändert. Hinzu kommt, dass es jetzt nur noch um eine Konzession geht. Aber die FDP sieht auch noch viele andere juristische Haken. Im übrigen ist sich Fraktionsvorsitzender Manfred Witthus ganz sicher, wenn der Vertrag morgen von einer Mehrheit ab genickt wird, dann werden beim einzigen Anbieter nicht die Sekt, sondern Unmengen von  Champagnerkorken knallen und vermutlich Sonderboni gezahlt. 

So „unter Wert“ haben die wohl noch nie einen solchen Vertrag abgeholt. Dazu muss man sich einige Zahlen vor Augen halten. Nach heutigen Preisen wird der Vertrag vermutlich so etwa 50.000.000 Mio. € an Netzentgelten für den Konzessionär in 20 Jahren bringen. 

Das lässt sich leicht über den Daumen nach der Anzahl der Haushalte in OE, der durchschnittlichen Stromrechnung und dem prozentualem Anteil des Netzentgeltes nachrechnen. Auch den höchstmöglichen Gewinn aus dem Vertrag kann man nach den Regeln der Bundesnetzagentur schätzen. Denkbar ist natürlich auch ein Verlust, aber der Gewinn vor Steuern könnte in 20 Jahren auch 10.000.000 Mio. € betragen. Wer solche Chancen verteilt, kann nach Meinung der FDP dafür mehr verlangen als kostenlose Bewirtung  für einige „Auserwählte“  im VIP-Zelt des City-Festes.

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